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Was tun wenn die Betten leer sind?

Wie man hören und lesen kann wird der Winter 2011/2012 kein besonders guter werden für Südtirols Tourismus. Begonnen hat der Dezember schon schlecht mit den späten Schneefällen. Hier hat ganz klar die Urlaubsinspiration zum Skiurlaub gefehlt. Dazu kam noch die Wirtschaftskrise in Italien. Die Sparpakete von Mario Monit lässt die Italiener in Unsicherheit. Wer fährt schon gerne in Urlaub wenn er nicht weiß wie es mit ihm weiter geht? Lieber in der Zeit sparen – dann hast du in der Not! Ein weiterer Fakt war natürlich das ungünstige Datum von Sant’Ambrogio (Feiertag in Italien). Im Winter 2010/2011 noch  in der Wochenmitte konnten die Unterkunft von Sonntag bis Mittwoch verkaufen, bzw. von Mittwoch bis Sonntag. Also doppeltes Geschäft.

Besonders jene Hotels leiden die nicht unmittelbar im Skigebiet sind. Wenn die Skigebiete nicht voll sind, dann haben es die Betriebe in der Peripherie um einiges schwieriger. Direkt in den touristischen Skidestinationen dürften sich die Unterkünfte noch retten.

Besonders jetzt werde ich immer wieder gefragt was man noch machen könnte um die Betten zu füllen.

Hier mal ein paar Maßnahmen um kurzfristig Betten zu füllen

  • Newsletter. Je mehr Adressen die Datenbank hat desto besser
  • DEM’s. Kauft Mailings bei Agenturen, die haben meist mehr Adressen. Hier gibt es aber oft mehr Masse als Klasse
  • Spielt mit Hotelreservierungssystemen wie booking.com
  • Adwords. Kann man immer machen, passt aber auf die Kosten auf!
  • Gutschein Deals. Ist der letzte Ausweg. Die Gäste sind Schnäppchenjäger und passen meist nicht in’s Hotel.
  • Portalwerbung. In Nebensaisonen haben aber auch Portale weniger Traffic als sonst…

Hier mal einige Vermarktungsmöglichkeiten, es gibt noch Unmengen mehr. Jedes Hotel ist dazu noch unterschiedlich aufgestellt und kann die Maßnahmen nicht 1:1 umsetzen.

Ein anderes Problem wird aber nicht von den Hotels zu lösen sein. Ist die Destination nicht gefragt dann kann man sich auf den Kopf stellen (außer du heißt jetzt nicht gerade Stanglwirt)!!! Wenn sich z.B. keiner für den Kronplatz (z.B. im Mai) interessiert dann ist man ein armer Hund

Und hier müssten nun unsere Verbände ihren Job erledigen.. Ein Hotel kann keine Urlaubsinspiration schüren. Das müssen andere machen, es fehlt den Hotels an  Geld, meistens auch das Know How etc… Einige wenige Hotels gibt es aber immer die mit speziellen Aktionen doch attraktiv werden möchten.

Uwe Frers (sogar mit Bildern und Videos bei der Google Suche !! :) ) von Escapio Hotels hat das Reiseverhalten in 6 Phasen unterteilt.

  1. Inspiration
  2. Suche
  3. Buchung
  4. Vorbereitung
  5. Reise
  6. Reflektion

Er hat zudem in der folgenden Grafik die Aufgaben verteilt unter DMO (Tourismusorganisationen), Intermediäre (z.b. booking.com) und Hotels

Sehr gute Aufstellung, und ich stimme Uwe zu in seiner Zusammenfassung.

Nehmen wir jetzt wieder das Beispiel Kronplatz. Nach meiner Meinung wurde am Kronplatz versäumt den Sommer zu bewerben. Alles konzentrierte bzw. konzentriert sich auf dem Winter. Nehmen wir mal den September her. Der September ist bei uns extrem schön. Klare Luft, schönes Wetter, preislich attraktiv etc… Leider schaffen wir es nicht die Schönheit in diesen Reisezeitraum zu verkaufen. Und laut der Grafik ist das ganz klar die Aufgabe der DMO. Viele Kreiden ja z.B. der SMG an dass in ihrer Kommunikation eigentlich nur Meran, Seiser Alm, Drei Zinnen zu sehen sind. Ob das so ist kann ich jetzt nicht 100% beurteilen…

Also Fazit von meinem Post: Ist deine Destination nicht gefragt – dann toi toi  toi 😉

 

Hier die ganze Präsentation von Uwe. Wirklich empfehlenswert!

3 Comments

  1. admin

    8. Februar 2012 at 07:32

    Interessant ist auch wie Google die Reise Phasen einteilt
    http://www.be-con.de/135/blog/google-und-die-customer-journey.html

  2. Also abgesehen davon, dass ich für einen Urlaub in Südtirol im September viel schönere Orte kenne als den Kronplatz ( 😉 ), muss man hier noch ergänzen dass in der Nebensaison natürlich die Portale weniger Traffic haben, aber auch die Nachfrage für Hotels in Südtirol auf booking.com, HRS etc. ist dementsprechend schwächer ist. Und AdWords-Traffic gibts auch weniger, bzw. tendenziell teurer als in der Hauptsaison (korrigiere mich, wenn ich da falsch liege).

    Es ist eben so dass man die Leute nicht dazu zwingen kann im September am Kronplatz oder im Februar in Kaltern Ihren Urlaub zu buchen. Man kann aber sein Bestes geben um sie davon zu überzeugen! :-)

  3. admin

    8. Februar 2012 at 08:33

    Guten Mogen Christian. Ja natürlich hast du recht. Wenn keine Nachfrage in der Nebensaison da ist dann leiden alle darunter. Auch das Telefon wird in den Hotels weniger oft klingeln, natürlich steigen die Adwords Preise – weil ja jeder im selben Becken mitfischen möchte

    Deshalb ja meine Aussage, dass wenn die Nachfrage nicht da ist, du eigentlich Kopf stehen kannst :)

    Beschränke den Kronplatz nicht nur auf den Skiberg. In 20. Min bist du im Gsiesertal. In guten 30 Min. in Corvara sowie im Ahrntal. Also beste Lage, man „derkommuniziert“ es den Leuten nicht

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