Am 22.08.2012 gab es einen TV Bericht zum Thema Hotelbewertungen auf Südtirol Heute wo ich auch ein Interview gegeben habe.

Ich finde den Bericht inhaltlich schlecht, bzw. versucht man gezielt Hotelbewertungsportale in’s schlechte Licht zu rücken. Wie immer kocht das Thema Bewertungsfälschungen im Juli/August hoch, Was soll man im Sommerloch auch schon berichten?

Hier der Fernsehbericht

Leider wurden meine Ausführungen raus geschnitten in denen ich die Möglichkeiten und Chancen von Hotelbewertungsportalen erklärt habe. Der positive Aspekt wird wohl nicht in’s Bild gepasst haben. Ganz nach dem Motto: „Schlechte Schlagzeilen verbreiten sich viel besser“.

Schon das Intro von der Frau Silgoner wo sie von Ruf und Geschäftsschädigung spricht,und dass Hoteliers ausgeliefert sind den Bewertungsportalen, ist reine Schwarzmalerei. Dazu kam noch die erste Frage die an mich gestellt wurde. „Warum sind Hotelbewertungsportale gefährlich.“ Wie bitte gefährlich??? Gefährlich ist wenn man bei Rot über die Ampel gehe. Oder gefährlich wäre wenn ich meine Buchhaltung selber machen würde :) Wenn ein Gastwirt Angst oder Gefahr von Hotelbewertungen verspürt dann empfehle ich den Job zu wechseln!

Möchte hier kurz zu den Statements der einzelnen Personen eingehen!

Francesco Onofrio:
Auf Holidaycheck werden die Bewertungen nach 24 Monaten in’s Archiv gebracht. Wieso sollte die Bewertung gelöscht werden? Wenn das Hotel an der Straße liegt und es gibt Verkehrslärm dann ist das auch nach 12 Monaten noch an der Straße. Sollte ein Missgeschick passiert sein, dann hat der Gastwirt immer die Möglichkeit mit einen Kommentar die Sache in’s rechte Licht zu rücken. Wenn mir das Essen nicht schmeckt dann kann ich es auch kund tun, auch wenn der Hoteliers meint er habe eine Sterneküche. Geschmäcker gehen auseinander.

Edgar Andergassen:
Natürlich ist es möglich einzelne Bewertungen unterzujubeln. Macht aber wenig Sinn. Wieso sollte ich meinen Betrieb künstlich positiv bewerten? Es werden Erwartungen geschürt die nicht zutreffen. Folge… noch mehr negative Bewertungen. Sollte eine negative Bewertung eines NO-Show Gastes (also jemand der nicht im Haus war) online sein, dann einfach den Kontakt zum Portal aufnehmen. Der Gast wird dann nach einem Buchungsbeleg gebeten. Also auch hier sind die Manipulationsmöglichkeiten eingeschränkt.

Ruth Dellago:
Es ist gut und recht einen Fragebogen zu haben im Haus. Der Hausfragebogen ist für das Marketing wertlos. Was denkt sich ein Gast wenn ich ihm erzähle das meine internen Fragebögen 99% zufrieden sind? Und eben genau diese Aufgabe der Fragebögen nimmt ja Holidaycheck oder Tripadvisor ab. Es ist nicht so wie sie andeutet, dass viele negative Bewertungen online sind… Es sind einzelne, und einzelne beeinflussen das Gesamtbild kaum. Die Auszeichnung von Tripadvisor, der im Bericht zu sehen ist, wird trotzdem stolz an die Wand gehängt, obwohl die Hotelbewertungsportale doch so böse sind 😉

Leider ist auch meine wichtigste Aussage nicht in den Film gekommen:

Gastwirte müssen lernen mit den Hotelbewertungsportalen zu kommunizieren!

So werdern viele Missverständnisse gelöst bzw. Probleme im Vorhinein aus der Welt geschaffen