Der November 2014 ging als einer der wärmsten Novembermonate seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in die Geschichte ein. Schnee war keiner in Sicht und die Schneekanonen blieben stumm. Die angekündigten Skiopening’s im Alpenraum wurden fast alle verschoben. Die Bild Zeitung trug den Rest dazu bei. Blöd für alle Gäste die fix ihre Zimmer gebucht haben, um am ersten Skitag auf den geliebten Brettern zu stehen. Anreisen und in der grünen Landschaft spazieren gehen, oder die Stornokosten dem Gastwirt überweisen und Daheim bleiben?

 

Etwas besser war die Situation für alle Gäste über Booking.com gebucht haben. Bei vielen ist die Stornokondition über das ganze Jahr sehr locker. Kostenlose Storno Möglichkeit bis an den Anreisetag sind keine Seltenheit.  Im Anhang habe ich einen Buchungsscreenhot von  einem Skihotel am Kronplatz.

 

Wie man sieht ist beinahe jede Buchung wieder storniert worden. Es werden alle Gäste belohnt die über die „teuren“ Buchungsmaschinen gebucht haben. So wundert es mich nicht wenn in Zukunft auch die treuen Direkbucher die Onlinebuchung über die Buchungsmaschinen suchen. So ist nun mal der Markt. Aber eine Deaktivierung auf Booking.com kann ich auch niemanden empfehlen. Zu groß sind die direkten bzw. indirekten Vorteile.  Booking.com selber gesteht sich übrigens ein (O-Ton einer Mitarbeiterin), dass eine Stornoquote von 40% nicht’s ungewöhnliches ist. Die Situation ist gut für den Gast aber weniger gut für den Gastwirt!

Jeder Betrieb muss seinen eigenen Weg mit Booking.com finden. Es gibt mittlerweile sehr viele Einstellungen die man treffen kann um die Stornoquote zu drosseln z.B: unterschiedliche Stornobedingungen zu unterschiedlichen Saisonszeiten. Ich denke hier an eine fixe Anzahlung in der Hochsaison, sofern man in diesem Zeitraum überhaupt Kontingente frei geben will.  In der Nebensaison kann dann die Stornoeinstellung wesentlich flexibler sein. Die Zimmer werden sonst auch unbelegt bleiben, und mit flexiblen Einstellungen komme ich vielleicht für mehrere Gäste in die engere Auswahl der Buchungsentscheidung.

Wie ihr seht, die Handhabung mit Booking.com entwickelt sich fast zu einer eigenen Marketingschiene! Als ob die Vertriebswelt nicht schon genug komplex wäre.

Was soll ich sagen… schönes Wochenende und hier noch was zur Aufheiterung. Der Schnee wird schon kommen!