Google ist ständig in Bewegung. Immer wieder gibt es neue Updates die nicht nur die Reihenfolge der Webseiten in den Suchergebnissen verändern. Die Tendenz geht immer mehr dahin, dass Google die Info  liefert ohne dass der User die jeweilige Webseite besuchen muss. Die Folge ist natürlich sinkender Google-Traffic auf den Webseiten

Hier ein paar Beispiele dazu wo bereits Google die nötige Information liefert



Schloss TauttmansdorffAber es gibt noch weitere Veränderungen. Google zeigt mittlerweile auch die Besucheranzahl von Sehenswürdigkeiten wie hier z.B. im Schloss Trauttmansdorff. (siehe Bild rechts). Demnach sind am Montag kurz nach Mittag die meisten Besucher in den Gärten. Ob dem so ist müsste man mit den Eintritten abgleichen. Woher kommt Google nun zu diesen Informationen? Es gibt mehrere Quellen! Zum Beispiel durch die Lokalisierung von Google+ über Check Ins oder geschossene Fotos. Vor allem aber durch Android Smartphones bei denen fast immer ein Google Konto benötigt wird. Der Phonebenutzer ist ständig im Google-Konto angemeldet, dadurch wird dann auch der  Standort der Person aufgezeichnet wenn die Funktion nicht explizit deaktiviert ist.

Wenn man den Gedanken nun weiter spinnt hat Google Daten zu jedem Aufenthaltsort. So wird Google auch die Anzahl der Besucher in  Hotels kennen.   Google hat zudem über den Hotelfinder die Hotelpreise, kennt circa die Anzahl der Gäste in meinem Haus, kennt die Besucher auf der Webseite sowie die Anfragen die über die Homepage eintrudeln. Zudem noch die allgemeine Urlaubsnachfrage in der Region und die Wetterdaten für die nächsten Tage. Mit diesen Informationen kann ich dann einiges anstellen.  Vor einiger Zeit hat Google sogar einen Hersteller von Thermostaten gekauft. So weiß der Suchmaschinenriese im Extremfall auch noch welches Zimmer geheizt wird im Winter. Ein netter Datenstamm der die Unterkünfte immer gläsener macht. Ich bin gespannt was da alles noch kommen wird.

Ebenso datenhungrig ist ein anderer Riese. Booking.com bietet mittlerweile schon kostenlos Webseiten an und übernimmt immer mehr den Vertrieb von den Hotels. Die Zimmerauslastung kennt Booking.com schon,  und bietet dem Hotel Marketingmöglichkeiten wie Provisionserhöhungen (und damit besseres Ranking), Deal bzw. Lastminute Angebote um die leeren Betten zu füllen. Dies ist aber noch nicht genug, denn die big Player werden noch mehr Daten sammeln.  In der Zukunft wird  einiges kommen, ein Beispiel wäre der mobile Check – In (Zimmertüröffnung via Smartphone). Dann bekommt das Buchungsportal sogar noch Informationen auf welcher Zimmernummer der Gast untergebracht wurde.

Wie ihr seht ist der Datenhunger der großen Player nicht zu stillen. Wer die Daten hat hat die Macht. Deshalb passt auf liebe Hoteliers und gebt euren ganzen Vertrieb nicht komplett in externe Hände. Habt ihr den Vertrieb nicht mehr unter Kontrolle dann seit ihr Geschäftsführer von eurem eigenem Betrieb der von Booking.com abhängig ist.