Das Spiel mit Booking.com

Ich möchte hier mal ein paar Gedanken zu booking.com verlieren.

M.E. / pixelio.de

Fakt ist, dass kein Hotelbetriebe mittelfristig an dem Buchungsgiganten vorbei kommt. Vor einiger Zeit verzeichneten fast nur Stadthotels größere Umsätze über diesen Online-Kanal. Mittlerweile zieht der Erfolg auch auf dem Land ein. Booking.com ist durchaus ein Vertriebskanal den man bearbeiten sollte bzw. muss

Es ist bei weiten nicht so, dass man seine Zimmer frei meldet und das war es. Nein auch hier gibt es Optimierungsmöglichkeiten. Provision, Öffnungszeiten etc. sind hier der Hebel wo man ansetzen muss um bei booking.com mehr Erfolg zu haben. Je mehr Provision ich booking.com gebe, desto besser behandelt mich der Online-Riese. So wird es aber mit jedem anderen Reisebüro auch gehen. Bei booking.com schlägt sich die Besserstellung in der Positionierung der Unterkunftslisten nieder. Es spielt eine großer Rolle auf welcher Position ich in diesen Listen bin. Weiter oben bedeutet mehr Umsatz.

Wie komme ich aber weiter nach oben? Ein wichtiger Faktor ist die Conversionrate. Jene Kennzahl die mir das Verhältnis zwischen Ansichten der Detailseite und der Buchungen vermittelt.

Meine These:

booking.com Position = Provision * Conversionrate

Die Conversionrate setzt sich wiederum aus mehreren Faktoren zusammen. Ganz wichtig ist hier der Preis. Leider ist das so… Einige meiner Kunden in Skigebieten machen im Winter weit aus weniger booking.com Umsatz als im Sommer. Im Winter ist der Preis ungleich teurer, die Position der Unterkünfte in der Destination rechtfertigt aber die Preissteigerung. Höherer Preis bedeutet weniger Buchungen, das dann schlechter Conversionrate und das wiederum schlechter Listenposition.

Es gibt nun die Möglichkeit bei booking.com als Prefered Partner einzusteigen (gekennzeichnet mit einem “Daumen Hoch”). Das bedeutet man wird immer ganz oben gelistet. Man muss dafür aber fixe Kontingente abgeben bzw. etwas mehr Provision zahlen als die Mindestprovision von 12%. Interessant ist diese Partnerschaft in Destinationen die nahezu unbekannt sind. So hat man die Chance auch bei der Hotel Südtirol Liste ganz oben mit zuspielen.

Wie ihr seht gibt es sehr viele Möglichkeiten mit booking.com erfolgreich zu arbeiten. Hier habe ich euch nur ein paar Faktoren genannt. Es gibt noch einige mehr.

Was man bei booking.com noch erwähnen sollte ist der Kundenkontakt. Wenn man mal kein Zimmer geöffnet hat, dann werden die Hotels direkt kontaktiert per Telefon oder auch durch etwas forsche Mails. Mir kamen auch schon “Drohungen”unter, dass sofort Zimmer geöffnet werden müssen sonst wird das Hotel nicht mehr angezeigt. Ich weiß nicht ob das der richtige Weg ist…

Was meint ihr. Wie wird es mit den Buchungspotalen weiter gehen?


  1. Comments 2

  2. Manfred Trienbacher 13:08 on 5. Januar 2012

    Hallo Hans Peter, ein guter Post und einige wichtige Themen die ich bei den Hotels auch des öfters bespreche. Offiziell darf ja Booking.com nicht mehr sagen, dass man mit höheren Provisionen zu besseren Platzierungen kommt. Es gibt ja auch schon ein Gerichtsurteil, welches das zumindest in Deutschland verbietet. Ich denke schon, dass es in Zukunft immer mehr online Buchungen gibt, auch deshalb hat der HGV das Buchungsportal www.bookingsudtirol.com gestartet. Wichtig ist das man nicht zu sehr abhängig wird als Region von einem Player, der mit einer Monopolstellung dann auch die Provisionen nach Belieben nach oben ändert. In den Großstädten ist man als durchschnittliches Hotel, dass sich nur über den Preis abhebt, leider schon so weit. Ich denke aber auch Provisionen von 10-15% sind für das Hotel tragbar. Man muss auch gutes Online Marketing machen um zu dieser Rate neue Gäste ins Haus zu bringen. Das mit der höheren Conversion bei einem niedrigerem Preis ist sicherlich richtig... allerdings hoffe ich, dass die Betriebe auch Ihre Preise anziehen, wenn Sie merken Sie sind Preislich zu günstig. Ich denke wichtig ist, dass die Betriebe die Systeme kennen und wir Sie auch über deren Tücken / Fallen aufklären. Ich hoffe wir haben mit dem Projekt Booking Südtirol auch schon etwas dazu beigetragen. Werden in Zukunft weiter versuchen mit unserem Portal die Vormachtstellung der internationalen Buchungsportale in Südtirol etwas zu bremsen – somit einen guten Start ins Neue! Manfred (HGV)


  3. admin 13:37 on 5. Januar 2012

    Vielleicht sollte man noch einen Fakt ansprechen. Booking.com promotet immer mehr Ferienwohnungen bzw. sind immer mehr Ferienwohnungen auf ihrem Portal. Hier ergibt sich folgendes Problem. Der Ferienwohnungspreis ist bei weiterm geringer als jener von Hotels. Da die Booking.com Rechnungen aus dem Ausland komme, fallen hier auch noch Intrastat Spesen an. Erst vor kurzen hat mir ein Ferienwohnungbetreiber erzählte, dass aus diesem Grund booking.com bei ihm nicht in Frage kommt...


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